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Sie benötigen eine Webseite und haben mit Webdesign und Internettechnologien bisher noch keine Erfahrungen gesammelt? Mit diesem Einsteiger-Leitfaden liegen Sie genau richtig. Denn als Webdesign-Erstkunde bedürfen Sie vorab einiger Informationen, um Ihr Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen, damit es sowohl Sie als auch Ihre Kunden nachhaltig begeistert. In diesem Leitfaden erfahren Sie grundlegende Dinge über den Ablauf eines Webdesign-Projekts ‒ darüber, was Sie von Ihrem Webdesign-Anbieter erwarten können und welche Zuarbeit er von Ihnen benötigt, um das beste Ergebnis zu liefern. Sie werden außerdem erfahren, welche Zusatz- und Folgekosten anfallen können und bei welchen Anbieteraussagen es sich eventuell um Augenwischerei handelt. Nehmen Sie sich also zehn Minuten Zeit, es lohnt sich.

Den Leitfaden können Sie hier auch als PDF-Version für die Bildschirmansicht an Ihrem Computer oder zum Ausdrucken herunterladen.

 

1. Aufbau der Webseite

Ein Unternehmensauftritt im Internet besteht typischerweise aus einer Startseite und mehreren Unterseiten. Das können eine Kontaktseite, eine Seite mit Unternehmensinformationen („Über uns“), eventuell ein Portfolio oder eine Shop-Seite sowie die obligatorischen Unterseiten mit Rechtstexten sein. Wenn Sie sich im Vorfeld eine grobe Skizze Ihres Webauftritts überlegen, lenken Sie das Projekt von Beginn an in die richtigen Bahnen und beschleunigen die Umsetzung. Orientieren Sie sich hierbei ruhig an der Konkurrenz. Schauen Sie sich einige Seiten an und überlegen Sie, ob Sie Ihre Webseite ähnlich aufteilen oder anders strukturieren würden. Auch in Bezug auf das Design ist es sinnvoll, Ihrem Webdesigner frühzeitig Beispiele von Webseiten zu zeigen, die Ihnen gefallen, um am Ende ein Ergebnis zu erhalten, das Ihren Vorstellungen entspricht.

2. Auswahl des Hosting-Anbieters

Am Anfang Ihres Webdesign-Projekts steht auch die Auswahl eines passenden Hosting-Anbieters. Dabei geht es um die Server, auf denen Ihre Webseite untergebracht wird, und um die verfügbare Systemleistung. Lassen Sie sich von den attraktiven Angeboten der großen Anbieter wie Strato und 1und1 nicht blenden. Günstige Einstiegslösungen können für den Betrieb Ihrer Webseite zwar ausreichend sein, im individuellen Fall aber eben auch nicht. Wenn Ihnen Begriffe wie Bandbreitenbegrenzung, Skriptlimitierung oder SSL-Zertifikat neu sind, sollten Sie die Leistungsanforderungen Ihrer Webseite mit Ihrem Webdesign-Dienstleister besprechen und dann eine gemeinsame Entscheidung treffen.

 

3. Rechtliche Anforderungen

Als Anbieter von Waren, Dienstleistungen und Informationen über das Internet sind Sie in Deutschland dazu verpflichtet, ein Impressum zu führen sowie möglicherweise eine Datenschutzerklärung und Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBs) bereitzustellen. Das Impressum ist schnell verfasst, für die Gestaltung von AGBs und Datenschutztexten kann es jedoch notwendig sein, einen Steuerberater oder Fachanwalt zurate zu ziehen. Weniger rechtsverfängliche Webseiten mit reinem Informationscharakter können mit kostenfreien oder kostengünstigen Vorlagentexten aus dem Internet auskommen, sollten abschließend aber auch von einem Anwalt überprüft werden. Bei Online-Shops oder Webseiten, die Kundeninformationen erfragen (z. B. über ein Kontaktformular), benötigen Sie hingegen sicher gestaltete Rechtstexte, die zu Ihrem individuellen Anwendungsfall passen. Die Übernahme oder Umformulierung fremder Texte ist sehr problematisch, da diese urheberrechtlich geschützt sind und im Rechtsfall selbst kleine Details Probleme bereiten können. Sprechen Sie Ihren Dienstleister auf die rechtlichen Anforderungen Ihrer Webseite an und sorgen Sie so früh für die nötige Sicherheit.

4. Hochwertige Bilder

Moderne Internetseiten leben von großen, hochauflösenden Grafiken und Bildern. Eine Webseite kann noch so gut gestaltet sein, wenn die Fotos Ihrer Mitarbeiter, Räumlichkeiten oder Produkte nicht hochwertig sind, wird der Gesamteindruck stark darunter leiden. Stellen Sie sich ein Hochglanzmagazin mit minderwertigen Bildern vor ‒ es funktioniert nicht. Wenn Sie über kein eigenes Bildmaterial verfügen oder dieses nicht ausreicht, können auch kostengünstige und kostenfreie Bilder aus kommerziellen Online-Bibliotheken verwendet werden, um Ihrer Webseite „ein Gesicht zu verleihen“. Eine seriöse Agentur verfügt zudem über Kontakte zu professionellen Fotografen oder beschäftigt diese gleich selbst. Und auch ein ansprechendes Unternehmens-Logo sollte frühzeitig eingeplant und beauftragt werden, falls es noch nicht vorhanden ist.

 

5. Texte und Suchmaschinenenoptimierung

Die Texte Ihres Online-Auftritts sind ein wichtiges Aushängeschild Ihres Unternehmens. Die Texterstellung wird in den meisten Fällen jedoch keine Inklusivleistung Ihres Webdesign-Pakets sein. Hier wird also etwas Arbeit auf Sie zukommen, denn die Bereitstellung der Texte ist häufig Gegenstand des Webdesign-Vertrags. Was Ihre Agentur jedoch leisten sollte, ist Sie bei der Planung und Gestaltung beratend zu unterstützen und Ihnen mit der Keyword-Recherche zu helfen. Was sind Keywords? Ganz einfach, es handelt sich um die Suchbegriffe, die Ihre Kunden in eine Suchmaschine eingeben und über die Sie mit Ihrem Angebot gefunden werden möchten. Wenn ein Benutzer über Google nach „Babykleidung“ sucht und Sie diese verkaufen, muss dieser Suchbegriff im Text Ihrer Webseite vorkommen ‒ und zwar so häufig wie möglich, ohne dass Ihre Texte schlecht lesbar sind oder unnatürlich wirken. Weitere Punkte, die über eine gute Platzierung bei Suchmaschinen entscheiden, sind:

  • die Anzahl fremder Seiten, die auf Ihre Webseite verlinken (Link-Auf- bau, benötigt Zeit)
  • eine gute Darstellbarkeit Ihrer Webseite auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen und Endgeräten (Desktop, Tablet, Smartphone)
  • die Ladegeschwindigkeit Ihrer Webseite (maximal 3‒4 Sekunden, große Online-Shops wie Zalando benötigen jedoch häufig auch länger)

Die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Webseite ist ein laufender Prozess, und die Effekte sind häufig erst nach Tagen, Wochen und manchmal auch Monaten zu sehen.

6. Nachbetreuung und Wartung

Moderne Internetseiten werden häufig mit Webseiten-Systemen wie Wordpress und Joomla erstellt. Auch große Agenturen nutzen diese sog. Content-Management-Systeme (CMS) für die Realisierung von Web-Auftritten, da sie viele Vorteile bieten: die Umsetzung geschieht schnell und die Kosten verringern sich im Vergleich zu noch vor einigen Jahren erheblich, zusätzliche Funktionen wie ein Online-Shop oder Mehrsprachigkeit können unkompliziert eingerichtet werden und ‒ last but not least ‒ Sie können die Inhalte Ihrer Seite nach einer kurzen Lernphase selbst verwalten und verändern. Der vermeintliche Nachteil dieser Methode ist, dass die Systeme und ihre Erweiterungen regelmäßig aktualisiert werden sollten, um neue Funktionen zu integrieren und eventuelle Sicherheitslücken zu schließen. Eine Webseite lässt sich zwar so gestalten, dass Sie ohne Aktualisierungen relativ angriffssicher ist, aber gerade bei Online-Shops werden Sie früher oder später nicht auf Neuerungen verzichten wollen und Ihren Webdesigner erneut kontaktieren. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Webdesign-Partners deshalb auch auf Ihr Bauchgefühl. Er sollte nicht nur professionell sein, sondern auch auf Augenhöhe kommunizieren und auf Ihre Bedürfnisse eingehen. Ein gutes Verhältnis spart Ihnen auf lange Sicht Zeit und Geld und trägt dazu bei, dass Ihr Projekt zu einem nachhaltigen Erfolg wird und nicht zu einem lästigen Klotz am Bein.

 

7. Fazit und Checkliste

Für einen besseren Überblick hier noch einmal eine Zusammenfassung der einzelnen Punkte. Ihr Dienstleister sollte Sie im Erstgespräch zu all diesen Fragen umfassend beraten können:

  • Aufbau der Webseite: Welche Inhalte möchte ich präsentieren und wie soll meine Webseite strukturiert sein? Welche Konkurrenz-Webseiten gefallen mir optisch gut?
  • Auswahl des Hosting-Anbieters: Wieviel Leistung benötigt meine Webseite? Welches Hosting-Produkt passt zu meinen Anforderungen und kann es bei Bedarf mit meinem Unternehmen wachsen?
  • Rechtliche Anforderungen: Welche Rechtstexte (AGB, Datenschutzerklärung) benötige ich? Wer kann diese liefern und wieviel werden mich die Erstellung und Prüfung kosten?
  • Hochwertige Bilder: Verfüge ich über hochwertiges Bildmaterial? Kommen kommerzielle oder kostenfreie Bilder aus Online-Bibliotheken in Frage? Verfügt mein Webdesign-Anbieter bei Bedarf über Kontakte zu professionellen Fotografen?
  • Texte und Suchmaschinenoptimierung: Welche Texte werden benötigt und bis wann müssen diese vorliegen? Kann die Agentur einen Teil dieser Arbeit übernehmen? Welche Suchbegriffe sind für mein Angebot relevant?
  • Nachbetreuung und Wartung: Welches System kommt für die Gestaltung meiner Webseite zum Einsatz, und kann ich es im Anschluss selbst verwenden, um Änderungen vorzunehmen? Wie hoch ist der Wartungsaufwand, entstehen Folgekosten und welche Service-Modelle bietet der Dienstleister für die Nachbetreuung an? Und schließlich: Fühle ich mich bei diesem Anbieter gut aufgehoben und kann mir eine weitere Zusammenarbeit vorstellen?
 

Mit diesen Informationen sind Sie bestens gerüstet, um die richtigen Fragen zu stellen und Ihr Webdesign-Projekt zu einem langfristigen Erfolg zu machen. Und falls Sie den richtigen Webdesign-Dienstleister noch nicht gefunden haben, kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns darauf, Ihr Projekt von der Idee bis zur finalen Umsetzung zu unterstützen. Ob Webseiten-Gestaltung, Foto-Service, Logo-Erstellung, Online-Marketingmaßnahmen oder Design Ihrer Geschäftsdokumente, bei uns erhalten Sie alle Leistungen aus einer Hand.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von WEBXO

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